Von Zetteln und Apparaten. Subjektivierung in bundesdeutschen und britischen Arbeitsämtern der 1970er- und 1980er-Jahre

Zeithistorische Forschungen - 14.10.2016

Wartesituation in einem West-Berliner Arbeitsamt in der Sonnenallee, 1982 (Bundesarchiv, B 145, Bild-P 109962)<br /> Siegfried Kracauer prägte nach dem Besuch von Berliner Arbeitsämtern im Jahr 1930 den Topos von den Raumbildern als »Träume[n] der Gesellschaft«, als Chiffren, deren Interpretation den »Grund der sozialen Wirklichkeit« freilege.[1] Die Arbeitsämter, die Kracauer vorfand, waren dunkle, unwirtliche Orte, die in ihrer räumlichen Lage und Ausstattung die soziale Deprivation und Marginalisierung von Arbeitslosen in den Jahren der Weltwirtschaftskrise abbildeten. Laut Kracauer befanden weiterlesen...

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