Verordnete Geschichte? Zur Dominanz nationalistischer Narrative in Polen

Zeitgeschichte-online - 06.07.2016

PrologAm 17. November 2015, drei Monate nach seiner Vereidigung als neuer Staatspräsident von Polen, lud Andrzej Duda ausgewählte Historiker, Publizisten, Museumsleiter und Politiker in seinen Wohnsitz, den Warschauer Belvedere-Palast, ein. Das Treffen war als programmatischer Auftakt für die Erarbeitung einer neuen geschichtspolitischen Strategie für Polen konzipiert.[1] In seiner Eröffnungsrede ließ Duda keinen Zweifel daran, welch hohe Priorität der „richtige“ Umgang mit der Vergangenheit für Polen – und damit für sein eigenes Amtsverständnis – habe: „Geschichtspolitik zu betreiben, ist eine weiterlesen...

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Reklame für ein Buch, das die polnische Täterschaft des Verbrechens in Jedwabne negiert. Daneben Plakate, die das gegenwärtige Deutschland und Russland als gleichrangige Quelle der Bedrohung für Polen zeigen. Aufgenommen von Elżbieta Janicka in Warschau im Juli 2016.

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