Aporien des Kulturboykotts. Anti-Apartheid-Bewegung, ANC und der Konflikt um Paul Simons Album »Graceland« (1985–1988)

Das politische Ziel der Anti-Apartheid-Bewegung bestand darin, Pretoria auf allen Feldern zu isolieren, um den Zusammenbruch des Apartheid-Regimes herbeizuführen. Ein im Vergleich zum Wirtschaftsboykott anfangs wenig beachtetes, dann aber zunehmend wichtiges Mittel wurde der Kulturboykott mit seinen zwei komplementären Bestandteilen: Abbruch jedes Austauschs mit Südafrika und Mobilisierung von Künstlern im Anti-Apartheid-Kampf. Mit der Massenmedialisierung und der inneren Transformation »westlicher« Länder hin zu »Erlebnisgesellschaften« nahm die Bedeutung beider Instrumente zu, während transnationale weiterlesen...

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Aktivisten des Anti-Apartheid Movement (AAM) protestieren vor der Royal Albert Hall in London. (AAM Archives Committee; Foto: Andrew Wiard, 7. April 1987)
Dieser Beitrag wurde am 18.05.2016 auf dem Portal Zeithistorische Forschungen des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam veröffentlicht.
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