Franz Leopold Neumanns „Behemoth“. Ein vergessener Klassiker der NS-Forschung

Der erstmals 1942 und 1944 in stark erweiterter Form erschienene
„Behemoth” Franz Leopold Neumanns bildete einen Höhepunkt der
NS-Interpretation exilierter deutscher Wissenschaftler. Neumann,
Jahrgang 1900, hatte in Frankfurt am Main bei Hugo Sinzheimer
studiert, war 1928 nach Berlin gekommen, hatte dort eine Anwaltspraxis
eröffnet und an der Deutschen Hochschule für Politik gelehrt.
Er stand dem linken Flügel der SPD nahe, war ein unnachgiebiger
Kritiker des Nationalsozialismus und wurde gleich nach dem 30. Januar
1933 verhaftet. Wenige Wochen später gelang ihm die Flucht nach
Großbritannien, weiterlesen...

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Franz Neumann, Behemoth. The Structure and Practice of National Socialism, 2nd, revised ed. New York u.a.: Oxford University Press 1944; dt. Übers.: Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933-1944, hg. u. mit einem Nachwort versehen von Gert Schäfer, Köln/Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt 1977.
Dieser Beitrag wurde am 30.05.2011 auf dem Portal Docupedia-Zeitgeschichte des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam veröffentlicht.
Nationalsozialismus ohne regionalen Schwerpunkt 20. Jahrhundert übergreifend