Sülfeld schafft dem 5. März 1933 ein Denkmal

Die nationalsozialistische Machteroberung basierte zu einem nicht zu
unterschätzenden Anteil auch auf einer erheblichen
Selbstmobilisierung im ländlichen Raum.[1] Sichtbare Zeichen jener
„nationalen Revolution“ waren nicht selten „symbol- und
raumpolitische Überschreibungen“[2] innerhalb der Dörfer und
Kleinstädte. So rasch sich diese Überschreibungen ereigneten, so
rasch wurden sie meist unmittelbar nach Kriegsende – ob im
vorauseilenden Gehorsam oder aber auf Befehl der Besatzungsmächte –
wieder aus dem Stadtraum getilgt. Umso wertvoller sind fotografische
Dokumentationen jener Praxis der nationalsozialistischen
Raumaneignung.

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Abb. 1: Eine Ehrung von Sülfeldern vor dem Denkmal. Unbekannter Fotograf, Sülfeld, 1934; Privatbesitz Hermann Sprenger; mit freundlicher Genehmigung
Dieser Beitrag wurde am 24.09.2018 auf dem Portal Visual History des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam veröffentlicht.