Eindämmung und Persistenz. Gewalt in der westdeutschen Heimerziehung und familiäre Gewalt gegen Kinder

Im Januar 1973 ging ein brutaler Mordfall durch die westdeutsche Presse. Ohne erkennbares Motiv hatten vier Jugendliche im Alter von 16 bis 21 Jahren in Neuwied einen 18-Jährigen grausam erstochen. Bei der Suche nach den Hintergründen stieß man auf zerrüttete Familienverhältnisse und auf eine gewaltbelastete Alltagswelt, in der die Täter aufgewachsen waren, verbunden mit zwischenzeitlichen Heimkarrieren in der Fürsorgeerziehung. Die Diskussion über den Mordfall bot den Anlass zu Initiativen, die 1977 schließlich in die Gründung der »Deutschen Liga für das Kind« mündeten – ein Lobbyverband, dessen weiterlesen...

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»Tagesplan« im Flüchtlingskinderheim Kleinglattbach (Landkreis Ludwigsburg) mit angegliederter Heimschule, zwischen 1945 und 1948(Landeskirchliches Archiv Stuttgart, U 127)
Dieser Beitrag wurde am 03.10.2018 auf dem Portal Zeithistorische Forschungen des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam veröffentlicht.
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