Vom Troublemaker zum Integrationsstifter?. Fußball und Gewaltprävention in Deutschland vor und nach 1989

Dass Sport zuweilen, wie George Orwell es formulierte, ein »Krieg ohne Waffen« sei, ist ein naheliegender Vergleich. Er drängt sich bereits angesichts der antagonistischen Struktur der Wettkämpfe auf: Das gilt nicht allein für das Gegenüber zweier Teams in den Mannschaftssportarten, sondern auch für das sehr plastische »Recht des Stärkeren« im Boxsport. Die nationale Codierung des Wettkampfsystems,[1] sei es bei Olympischen Spielen oder internationalen Meisterschaften, prädestinierte den Sport seit dem 20. Jahrhundert zudem als repräsentative Leistungsschau von Staaten, als ihr außenpolitisches weiterlesen...

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Der gewaltsame Tod von Adrian Maleika im Oktober 1982 löste in der Fan-Szene Erschütterung aus. Das Bild zeigt Spruchbänder bei einem UEFA-Cup-Spiel in Bremen.(picture alliance/dpa/Werner Schilling)
Dieser Beitrag wurde am 03.10.2018 auf dem Portal Zeithistorische Forschungen des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam veröffentlicht.
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