Gegenbilder. Reflexionen zum (Selbst-)Zeugen in der aktuellen Migrationsgeschichte: Das Archivio Memorie Migranti

»Man erinnert sich nicht, sondern man schreibt das Gedächtnis um, wie man die Geschichte umschreibt. Wie sollte man sich an den Durst erinnern?«, fragt sich der Schriftsteller, Fotograf und Regisseur Chris Marker (1921–2012) in seinem Filmessay »Sans Soleil« (1983). Damit weist er auf die Kluft zwischen Erfahrung und Erinnerung hin, die stets das Ergebnis reflexiver Prozesse ist. Er deutet des Weiteren einen Aspekt an, der für Historiker*innen von beträchtlicher Relevanz ist: den konstruktiven Charakter des Selbstzeugnisses. Nicht erst die historische Erzählung, sondern schon das Elementarteilchen weiterlesen...

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Standbild aus »Il deserto e il mare«, Regie: Mengistu Andechal, Adam Awad, Sintayehu Eshetu, Solomon Moges und Dagmawi Yimer, AMM 2007
Dieser Beitrag wurde am 05.11.2018 auf dem Portal Zeithistorische Forschungen des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam veröffentlicht.
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